Jubitour Ticino 20.06. - 23.06.2019

Kaum zu glauben, fast auf den Tag 10 Jahre ist es her. Unsere erste Tour 2009 auf die Fräkmüntegg. Heute starten wir unsere Jubiläumstour, welche uns von Cadenazzo über viele Hügel und Berge bis nach Mendrisio führen wird. Der Start in Cadenazzo ist gleich ziemlich heftig. Nach kurzem Einlaufen erklimmen wir den Cima di Dentro bei brütender und schwüler Hitze. Wie frisch geduscht kommen wir oben an und machen eine kurze Mittagspause. Danach gehts noch eine Stunde bergab bis zu unserer ersten Unterkunft in Isone. Früh sind wir dort und durstig sind wir auch. Der Abend wird lustig und spät. Was wir natürlich am nächsten Tag beim Anstieg zum Gola di Lago sofort bereuen. Doch die wunderschöne Ebene mit Sümpfen, Farnen und vielen Birken lässt uns den Kater wieder vergessen. Nach einer kurzen Rast in der Alpe Sta Maria di Lago wandern wir auf tollem Weg zum Aussichtspunkt auf dem Monte di Bigorio, mit 1160müM den höchsten Punkt unserer Tour. Das Panorama ist fantastisch und wir sehen die ganze Route der nächsten Tage direkt vor uns liegen. Beim langen und anstrengenden Abstieg hinunter nach Tesserete werden wir kurz nach dem Kloster Convento Sta Maria von einem netten Weinbauern spontan auf ein Gläschen seiner neusten Weinschöpfung eingeladen. Nach ein bisschen Weinkunde und ausgiebigem Probieren gehts erstaunlich locker weiter Richtung Lugano - Savosa. Kurz vor Savosa übersteigen wir noch den Hügel San Bernardo. Dabei gibt uns die grosse Hitze den Rest und wir sind alle froh, als wir in Savosa in der Jugendherberge eintreffen. Nach einem erfrischenden Bad im Pool gehts ins nahe gelegene Ristorante Pizzeria La Ticinella, wo wir hervorragend bewirtet werden. Absolut zu empfehlen.

Nach einer unruhigen Nacht mit heftigen Gewittern erwartet uns am Morgen zur Abwechslung leichter Regen und bedeckter Himmel. Nach einem feinen Frühstück laufen wir los quer durch Lugano bis nach Lugano - Paradiso. Das kühle Wetter ist optimal um den steilen San Salvatore zu erklimmen. Motiviert wie die Feuerwehr schaffen wir den Aufstieg statt in den angegebenen 2h 25min in gut einer Stunde weniger. 

Kaum oben angekommen reisst der Himmel auf und die Sonne scheint wieder vom blauen Himmel. So gehts hinunter zum wunderschönen Örtchen Ciona, wo wir ausgiebig fotografieren und das Tessiner Ambiente geniessen. Und endlich finden wir kurz darauf auch ein typisches Grotto für ein Glas Weisswein. Nach dem Rast im hübschen Grotto del Pan Perdü wandern wir weiter zur Alpe Vicania welche uns richtig umhaut. Eine solch gepflegte Alpbeiz mit 14 Gault Millau Punkten findet man wohl nicht so schnell wieder. Wir lassen es uns nicht nehmen und bestellen eine edle Flasche Weisswein Castello die Morcote, welcher uns hervorragend schmeckt. Dazu werden wir mit frisch geschnittenem Schinken und allerlei  Häppchen bewirtet. Auch dieser Ort ist absolut eine anstrengende Wanderung wert. Ein bisschen fahrig vom Wein laufen wir den steilen Weg über Vico Morcote bis nach Morcote hinunter und landen direkt vor unserem Hotel - Ristorante del battello. Nach einem höchstens mittelmässigen Abendessen im Hotel lassen wir den langen Tag bei einem Bierchen ausklingen. 

Am nächsten Morgen begrüsst uns allerbestes Sommerwetter wie aus dem Bilderbuch. Da das Schiff nach Brusino am Sonntag nicht regelmässig fährt, müssen wir umdisponieren und wir beschliessen, unseren 4. Wandertag in Porto Ceresio in Italien zu starten. Nach einer kurzen, eindrücklichen Fahrt auf dem Lago di Lugano treffen wir in Porto Ceresio ein. Vom Seeufer steigen wir über den Monte Casolo hinauf bis zum Grenzpunkt 54. Von dort wandern wir weiter über Crocefisso hinauf zum Monte San Giorgio. Kurz vor dem Gipfel müssen wir leider aus Zeitgründen vorzeitig abbiegen Richtung Cassina - Meride, so dass wir in Mendrisio unseren Zug pünktlich erreichen können. Schade um den schönen Ausblick, aber die Entscheidung war richtig, denn der Abstieg vom Monte San Giorgio bis nach Mendrisio ist lang und anstrengend. So treffen wir eine halbe Stunde vor der Abfahrt unseres Zuges am Bahnhof ein.

Es waren vier absolut besondere und eindrückliche Tage im Süden der Schweiz. Es war anstrengend, schweisstreibend und köstlich und gemütlich zugleich. Eine richtig tolle und echte Bocktour eben...


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Tourdaten Tag 4 Porte Ceresio-Mendrisio.
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